A Traveller’s Soul

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Ich bin jetzt fast für zwei Wochen durchgehend in Wien und es fühlt sich einfach total komisch an. Was für andere normal ist, ist für mich eher der Ausnahmezustand – denn normalerweise bin ich entweder unter der Woche irgendwo auf Reisen für meinen Job oder ich verbringe die restliche Zeit im Zug – am Weg nach Salzburg und zurück. Natürlich versuche ich, auch mal ein oder zwei Wochenenden in Wien zu verbringen, aber ich habe ja meine Familie (die sehr groß ist) und noch immer viele Freunde in Salzburg, und da fallen über das Jahr verteilt so viele Anlässe an, wegen denen man heimfahren muss: Geburtstage, Taufen, Sponsionsfeiern, Feiertage, Umzüge und vieles mehr – ihr kennt das. Am Anfang bin ich noch recht viel mit dem Auto gefahren, habe mir das aber schnell abgewöhnt: man verliert einfach wahnsinnig viel (Arbeits-)Zeit dadurch, es ist super langweilig und nebenbei gesagt auch teuer, weil wenn man alleine fährt, zahlt man mit dem Auto auf alle Fälle mehr als mit dem Zug – und vom Umweltaspekt will ich gar nicht erst anfangen, da hat der Zug ganz klar die Nase vorn. Ich habe über meine Fahrten mit der WESTbahn schon mal hier berichtet, falls ihr euch erinnern könnt – und an meiner Liebe dazu hat sich seither nichts geändert.

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Being Engaged: What Has Changed?

Lustigerweise nicht so viel. Unsere Gesprächsthemen vielleicht. Die drehen sich jetzt beim Abendessen nämlich um Terminfindung, Location & Torten anstatt wie früher um ganz alltägliche Dinge. In unserer Beziehung hat sich auch relativ wenig verändert, und irgendwie wäre es ja auch schade, wenn es eine Verlobung bräuchte, um sich einen Status zu sichern. Bestimmt ist euch generell aufgefallen, dass ich bis jetzt online – bis auf einen einzigen Post auf Instagram – relativ ruhig zu diesem Thema geblieben bin.

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Homebound: Carpe That Diem

161002_ketchem_carpe_web-36Obwohl ich schon seit 4 Jahren in Wien wohne, nicht plane anytime soon nach Salzburg zurückzugehen, wir nächstes Jahr hier heiraten und ich es als „Zuhause“ empfinde, ist meine Heimat immer noch Salzburg – und so fühlt es sich auch jedes Mal an, wenn daheim zu Besuch bin. Eigentlich hat sich Salzburg nur verbessert, seit ich weg bin, weil es in der Zwischenzeit nicht mehr selbstverständlich ist, durch die wunderschöne Altstadt und der Salzach entlang zu schlendern, sondern für mich jedes Mal wie ein Mini-Urlaub ist. Zeit mit den besten Freunden, mit der Familie, mit unserem Hund, ich muss mich um nichts kümmern, meistens wird auch noch irgendwas cooles geplant, das sonst nicht alltäglich am Programm steht – einfach alles, was zu einem perfekten Wochenendtrip dazugehört, und in diesen Genuss komme ich, seit ich von Salzburg weggezogen bin. Zu einem Besuch und zum „Heimkommen“ gehört für mich auch immer ein ausgiebiger Brunch am Sonntag mit Freunden und der Family, am liebsten im Carpe Diem in der Getreidegasse, worauf wir Salzburger ja ziemlich stolz sind und wo ich auch damals das erste Mal in den Genuss von Carpe Diem Kombucha gekommen bin – so wie letzten Sonntag mit meinem feschen Brudi, meinem G., der lieben Nina von You Rock My Life, Patrick der für das wunderschöne Video verantwortlich ist und last but not least, unserer süßen Mina. Diesen Brauch haben wir übrigens auch nach Wien mitgenommen und tischen Sonntags in der Wohnung so richtig auf. Und wenn ich dann mit meinem Kombucha, das für mich bei keinem Brunch (diejenigen die mir auf Snapchat folgen, sehen es auch regelmäßig in Action) in der Wohnung sitze, denke ich an daheim und freu mich ein bisschen – über die nächsten Frühstücksdates und über meine schönen Heimatbesuche!

PS: im Video kann man ganz fantastisch die Evolution meiner Haare bei Luftfeuchtigkeit beobachten. Großartig.

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World Peace Day: Be Less Passive Aggressive

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Lieber Mitmensch, der du das liest: ich muss mich jetzt kurz mal auskotzen. Über mich selber, aber auch über dich. Weil wir alle so verdammt passiv aggressiv sind. Vielleicht würde es mir persönlich schon helfen, weniger Schimpfwörter zu verwenden und damit meinen verbalen Tag friedlicher zu gestalten, aber da ich mich meistens nach einem kleinen „verdammt“ schon viel besser fühle (so wie Harvey Specter, der sagt auch ständig goddamn, wirkt einfach alles viel besser, oder?), sehe ich das als Worttherapie und lasse meinen Sprachgebrauch in diesem Post außen vor – ich hoffe, auch ihr könnt in dem Zusammenhang darüber hinweg sehen. Also zuerst mal: heute ist World Peace Day. Den gibt es deswegen, weil vor 15 Jahren in New York ein paar Arschlöcher (Schimpfwort!) beschlossen haben, unser aller Leben mal kräftig durchzurütteln und dadurch die Welt, in der wir uns bewegen, für immer zu verändern. Das Motto des diesjährigen Peace Days ist übrigens „The Sustainable Development Goals: Building Blocks for Peace“. Und wie wäre es damit, bei dem aller einfachsten aller „Blocks“ anzufangen: bei sich selbst und der Art und Weise, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen. Dazu ein kleiner Schwank aus meinem spannenden Leben (genauer gesagt: von gestern), der mir überhaupt erst den Anstoss zu dem heutigen Post gegeben hat.

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Have A Little Respect, People!

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Vor Kurzem war ich bei einem Vortrag. Es war nichts besonderes, keine wissenschaftliche Abhandlung, keine Präsidentschaftsrede, nichts Weltbewegendes – aber es war ein Mensch dort vorn, der sich vorbereitet hat. Der Folien erstellt, seine Rede geübt und sich Gedanken gemacht hat. Damit wir im Publikum davon profitieren können. And boy, did he do a good job! Weil ich mich in der Zwischenzeit selbst geübte Vortragende schimpfen darf, weiß ich, dass auch bei kurzen Auftritten eine Menge Hirnschmalz und Nervenschweiß fließen, deswegen versuche ich, jede Menge Solidarität mit anderen Präsentatoren zu zeigen. Wie das geht? Dasitzen, aufmerksam sein, nicken und lächeln – nichts ist schlimmer, als in ein Publikum aus reglosen Gesichtern zu starren und sich zu fragen, was die Menschen jetzt alles lieber machen würden als hier zu sitzen und dir zuzuhören. Pokémon go? Pikachu wartet bestimmt da draußen auf der Straße während die Kuh da vorn mich vollabert. In der Nase popeln? Ach würd‘ ich jetzt gern allein im Bett liegen und den Freuden des Lebens frohlocken. Das Unkraut auf der Terrasse? Gehört auch schön langsam mal wieder gezupft. Ihr seht, das Leben als Vortragender ist nicht leicht und die Gedanken auf der Bühne wirr und einsam. Ok gut, ich neige wie immer zu Übertreibungen, aber ich hoffe ihr seht, worauf ich hinauswill. Wenn das hier nicht virtuell sondern real wäre, würde ich euch an dieser Stelle jetzt aus dem Nichts heraus nach dieser stillen Abhandlung mal alle ordentlich anbrüllen, so dass es euch von euren bequemen Sesseln aufreißt: SHOW SOME FUCKING RESPECT, PEOPLE!

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