Über’s Älterwerden und andere Beschwerden

(Lieber Leser, dieser Post hätte eigentlich schon letzten Freitag veröffentlicht werden sollen und wäre mein erster deutscher Beitrag geworden, wenn ich euch nicht vorher eine Erklärung für den plötzlichen Themenwandel schuldig gewesen wäre!)

Heute ist mein 25. Geburtstag. Ich schreibe diesen Artikel auf Deutsch, weil es um eine Herzensangelegenheit geht – und die soll man bekanntlich lieber in der Muttersprache abhandeln.
Während ihr jetzt vor dem Computer sitzt und beginnt, meinen ersten deutschen Beitrag zu lesen, bereite ich meine Feier vor, und zwar ganz unglamourös auf meiner Hütte in meinem Wald auf meinem Berg in Kärnten (ich bin der König der Welt müsst ihr wissen) und warte darauf, bis meine Freunde aus Wien (können Wiener eigentlich auf einen Berg fahren?!) und Salzburg eintrudeln.Der Grund für diesen Artikel und die Frage, die ich mir seit Monaten immer und immer wieder stelle, die in der Zwischenzeit zu meinem und dem Leidwesen meiner Umgebung mehr zu einem Mantra als zu einer Überlegung geworden ist, lautet wie folgt: ist dieser Tag wirklich ein Grund zu feiern? Ist es nicht eher ein Trauertag, ein Tag, der schwarz auf weiß belegt, wie mein Leben voranschreitet während ich gerade erst begriffen habe, nicht darin stehenzubleiben und auf mein Glück zu warten sondern es selbst zu schaffen? (Gott, ich liebe verschachtelte Sätze – sollte ich vielleicht noch ein Fremdwort einbauen?)Nach reiflicher Überlegung, unzähligen Gesprächen (mit mir selbst und allen, die es hören wollten – oder auch nicht) komme ich zu dem Schluss: es geht wohl jedem so, die Angst vor dem Älterwerden und Versagen, aus dem eigenen Leben nichts Großartiges kreieren zu können bis man am Ende dasteht mit nichts als verlebter Zeit. Und ich habe schlussendlich begriffen, dass „Großartigkeit“ eine subjektive Komponente ist, ein Gedanke den sich jeder selbst schafft und definiert.

Deswegen werde ich ab heute aufhören mit Erwartungen, Zweifel und Sorgen und anfangen mit Genuss, Arbeit und Zuversicht. Das ist mein Geschenk an mich – zu meinem 25. Geburtstag.
HAPPY BIRTHDAY TO ME!(Nachtrag: man kann sich auch echt reinsteigern in Sachen. Dieser Geburtstag war einer der lustigsten, die ich je hatte – wenn die Fotos jemals an die Öffentlichkeit gelangen, kann ich mich gleich eingraben. Das Älterwerden macht mir jetzt auch keine Angst mehr – mir ist nämlich eingefallen, es gibt ja immer noch Botox! Übrigens, ich bin gerade in Berlin und arbeite an meiner Coolness – von diesen Berlinern kann man sich echt was abschauen!)

Im Osten nichts neues – oder doch?

Ich habe mir, seitdem wir mit The Daily Dose gestartet haben, so einige Gedanken gemacht, wie es mit meinem Blog weitergehen soll. Brauche ich wirklich – neben einem Vollzeitjob unter Tags – zwei Plattformen auf denen ich auf Englisch Beiträge über Blumen, Essen und Mode verfasse? Wieviel Sinn steckt noch in meinem eigenen Blog und wieviel davon ist reine Belastung? Meine Entscheidung ist gefällt und ich werde hiermit einen neuen Weg einschlagen (füge Dramatik hier ein), diesen Blog zu meinem Psycho-Outlet machen und meine Gedankenkotze bei euch abladen. Klingt arg? Ist es aber nicht. In Zukunft könnt ihr hier alles lesen, was mich beschäftigt, verärgert, was mit The Daily Dose passiert, was mich traurig macht und was mir Freude bereitet. Und zwar auf Deutsch. Ist ja immerhin auch meine Muttersprache.
(An dieser Stelle möchten wir uns gern von unseren Zuschauern in den englischsprachigen Ländern verabschieden.)
 
Ich hoffe, dass euch diese Entscheidung genauso viel Freude bereiten wird wie mir!
(An dieser Stelle möchten wir uns gern von den Zuschauern reiner Modeblogs verabschieden.)
 
Da es in meinem Leben genug Reibungspunkte gibt (Überraschung! Mein Leben besteht nicht nur aus Pfingstrosen und weißen Blazern.) und ich ziemlich strikte Standpunkte zu allen möglichen, mehr oder weniger wichtigen Dingen des Lebens vertrete, wird es genug von meiner bescheidenen Meinung zu lesen geben – so viel kann ich euch versprechen!