My Brain On Paper: SM 12.0

Let’s talk about… Social Media… again. Stimmt, wieso über Krieg, geschichtliche Ereignisse, neue Forschungsergebnisse bezüglich des Klimawandels oder über Klimt und seine Auswirkung auf die Wahrnehmung Wiens im Weltenverband sprechen, wenn man auch über Apps reden kann. Apps. Das kann ja auch schon keiner mehr hören. Klingt eigentlich wie ein Dorf in Tirol. Woher bist du so? Aus Ebbs. Und recht viel mehr Bedeutung sollten “Apps” in unserem Leben auch nicht haben – ich entschuldige mich schon hiermit bei den aufgebrachten Tirolern, ich weiß, ihr seid auch wichtig. Bischt a Tiroler, bischt a Mensch. Denn rufen wir uns mal kurz ins Gedächtnis, worüber hier mit der Dringlichkeit einer politischen Notlage gesprochen wird: es ist ein kleines Kästchen auf eurem Handy, wo in einer virtuellen Blase virtuelles Zeug gespeichert ist, das ihr mit virtuellen Freunden teilt. Sounds like fun? Wieso also ausgehen, Spaß haben, Unterhaltungen führen, lernen, studieren oder Sport machen wenn ich auch all das in einer Ebb haben kann und dafür nicht mehr bewegen muss als meinen Daumen und den Augapfel?

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My Brain On Paper: P Wie Privatsphäre

Ich bin ja ein sehr offener Mensch. Sehr, sehr offen sogar. Um es in einem schönen Spruch auszudrücken: ich trage mein Herz auf der Zunge, oder auch, anders gesagt, aber mindestens genauso schön, ich wortkotze gern. Und wenn das erst mal losgeht, dann gibt es meistens kein zurück mehr. Ich frage mich oft, wie andere Leute das machen, die die goldenen Regeln der Konversation  scheinbar so perfekt beherrschen. Ich beobachte da Menschen, die über Stunden den professionellsten Smalltalk mit völlig Fremden führen können, während ich nach 3 Minuten bereits von meinem Trauma erzähle, als meine Volksschullehrerin mich beim Nasebohren erwischt hat und mir den Finger samt Anhang vor der ganzen Klasse aus der Nase gerissen hat. Ja, das ist wirklich passiert, tut aber jetzt nichts zur Sache. Jedenfalls habe ich oft das Problem, zu viel von mir preiszugeben. Sobald es für eine Nanosekunde still am Tisch wird, verspüre ich ein starkes Bedürfnis, mein Innerstes zur Belustigung aller Anwesenden nach außen zu kehren. Oft nach solchen Abenden, wo ich eigentlich professionell bleiben wollte, liege ich dann im Bett und frage mich, ob mich die Erläuterung meines Werdegangs und meiner persönlichen Entwicklung während des Frühstadiums der Pubertät, mit speziellem Fokus auf Eintrittsphase 1 und 2 und meiner Karriere als Raucherin mit 13 Jahren, wohl beruflich weiterbringen werden. Probably not.

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Personal: Life Lately

Wer mir schon länger folgt, dem wird aufgefallen sein, dass es in letzter Zeit eher still um mich war. Hier, auch auf Instagram – deswegen schreibe ich mal drauf los und erzähle euch, was in den letzten Monaten so alles los war, frei von der Seele geschrieben quasi. Was jetzt gleich mal so dramatisch daherkommt, ist in Wirklichkeit einfach das Leben. Eigentlich war ja gar nichts – und doch alles. Ich habe mich selten so ausgelaugt gefühlt, aber weil ich kein Mensch bin, der viel über seine eigenen Gefühle spricht (über Oberflächliches viel und gerne, aber der Rest bleibt bei mir), auch nicht mit meinen Freunden, ist es anfangs oft schwer für mich, Empfindungen aktiv wahrzunehmen und zu konkretisieren. So hat es auch eine Zeit gedauert, zu begreifen, dass einfach alles ein bisschen zu viel ist.

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Heast, Loch Amoi A Bissl!

Wisst ihr was ich glaube? Und zwar ganz, ganz tief in meinem Herzen? Ich glaube, dass 90 % der Probleme, die wir in unserer Gesellschaft zur Zeit erleben, von der unglaublichen Wehleidigkeit der Menschheit herrühren. Wann sind wir eigentlich zu solchen jammernden Mimosen geworden? Jetzt kommt gleich eine Tirade á la “früher war alles besser”, aber in dem Fall war auch wirklich früher alles besser – da hamma alle noch a bissl mehr Humor gehabt, ned wohr. Da hat man im Fasching den Kindern noch Indianerkronen aufsetzen und ihnen das Gesicht Schwarz anmalen dürfen, ohne als Rassist hingestellt zu werden oder sich Sprüche anhören müssen, in denen Wörter wie fucking “cultural appropriation” vorkommen. “Schau amal die an, die hat in ihrem Zimmer einen Buddha aufgestellt, boah wie rassistisch ist das denn”. Ja sagt’s mal, sind wir alle eigentlich deppert geworden? Kann bitte mal jemand eine Grenze ziehen zwischen “verstehen Sie Spaß” und “Rassismus”?

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Being Engaged: What Has Changed?

Lustigerweise nicht so viel. Unsere Gesprächsthemen vielleicht. Die drehen sich jetzt beim Abendessen nämlich um Terminfindung, Location & Torten anstatt wie früher um ganz alltägliche Dinge. In unserer Beziehung hat sich auch relativ wenig verändert, und irgendwie wäre es ja auch schade, wenn es eine Verlobung bräuchte, um sich einen Status zu sichern. Bestimmt ist euch generell aufgefallen, dass ich bis jetzt online – bis auf einen einzigen Post auf Instagram – relativ ruhig zu diesem Thema geblieben bin.

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