My Mindful Morning Routine

Im letzten halben Jahr habe ich so etwas wie eine Reise zu mir selbst unternommen und bin einige Probleme, mit denen ich zu kämpfen hatte, aktiv angegangen. Dazu gehört auch mein Teufelskreis aus Schlafproblemen und konstantem Stress, den ich mir großteils selber zugefügt habe. In diesem Post hier habe ich euch schon einige Tips gegeben, mit denen ich die Schlaflosigkeit gut in den Griff bekommen habe. Und im letzten halben Jahr bin ich noch einen Schritt weiter gegangen und habe nicht nur versucht, meine Abendroutine ruhig und entspannt zu gestalten, sondern auch mehr Mindfulness in meinen Alltag zu bringen. Das äußert sich auf vielen Ebenen, zum Beispiel durch regelmäßigen Sport, gesundes Essen, weniger Alkohol – Dinge beiseite zu lassen, die mir nicht gut tun. Auch, sich mit seiner Psyche und Persönlichkeit auseinanderzusetzen und sich wirklich zu überlegen, was im Leben wirklich zählt, was für einen selbst wichtig ist und was man eventuell nur für andere macht.

Außerdem habe ich in meine Abendroutine regelmäßiges “TRE” eingebaut (Trauma Releasing Exercises), über das ich euch vielleicht noch mehr erzählen werde. Ich fühle mich insgesamt viel ruhiger und mehr wie ich selbst – vielleicht merkt das auch der ein oder andere bei meinen Insta Stories. Was ich aber bemerkt habe, ist wie wichtig – fast noch wichtiger als die Abendroutine – der richtige Start in den Tag ist, zumindest für mich persönlich. Wenn ich den Tag bereits mit dem Griff zum Handy beginne, dann gehetzt mein Frühstück runterschlinge und nebenbei die ersten Mails beantworte, zieht sich dieses Gefühl irgendwie durch den ganzen Tag – bis zum Schlafengehen, wo ich dann mit Herzklopfen im Bett liege und nicht abschalten kann, ergo Schlafprobleme habe. Ich musste erst lernen, dass mein gesamtes Verhalten zu meinem Wohlbefinden beiträgt und nicht nur die letzten 10 Minuten vor dem zu Bett gehen.

Vor ein paar Wochen hatten wir einen Workshop von Nespresso zum Thema “Mindful Mornings” (siehe auch Podcast hier bzw. Beitrag von Vicky hier), bei dem uns ein Coach seine Tips für mehr Mindfulness im Leben mitgegeben hat – und ich konnte nur zustimmend nicken. Das fängt bei so Kleinigkeiten wie den Morgenkaffee nicht nur runterkippen sondern richtig genießen, einen Moment zu pausieren, das Aroma zu riechen und sich dadurch einen genussvollen Start in den Tag gönnen. Bedachtsamkeit, Achtsamkeit und Momente der Entspannung müssen auch nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, sondern können kleine Bruchteile des Alltags sein, wenn sie aktiv wahrgenommen werden.

Deswegen dachte ich, so banal es auch ist, ich teile mit euch meinen typischen Morgenablauf!

07:00 Uhr


Allerspätestens jetzt liege ich hellwach im Bett. Während es mich früher gestresst hat, dass ich nicht länger als 06:00-07:00 Uhr schlafen kann, mich sofort – und ich meine wirklich in der Sekunde in der ich wach war – zum Handy gedreht und Instagram geöffnet habe, genieße ich jetzt noch ein paar Minuten mit geschlossenen Augen. Es ist traurig, aber ich muss mich hier sehr beherrschen, diese Zeit für mich zu behalten und das Handy liegen zu lassen – zeigt einem auch, wie abhängig man wirklich von diesem Gerät ist. Ich bin auch der Überzeugung, dass mein Körper deswegen so früh aufwacht, weil er es gewöhnt ist, sofort vom Handy berieselt zu werden. Jetzt ist diese kurze Zeit im Bett aber besonders schön, weil ich die Vögel zwitschern höre und mich schon auf den Tag freuen kann.

07:20 Uhr


Jetzt stehe ich meistens auf, versuche immer noch, bis auf die Uhrzeit zu checken mein Handy nicht zu benutzen – zumindest nicht für Social Media. Bis ca. 08 Uhr mache ich mich fertig, gehe duschen, suche mein Outfit für den Tag raus, fange an die Wäsche zu waschen und räume die Wohnung auf, falls etwas vom Vorabend liegen geblieben ist. Außerdem gehe ich super gerne noch vor dem Frühstück auf die Terrasse um die Blumen zu gießen – ich liebe diese 5 Minuten an der frischen Luft und zu wissen, dass alles erledigt ist.

08:00 Uhr


Mein Mann ist mit dem Morgentraining, das er täglich absolviert, fertig und wir frühstücken gemeinsam, bevor er in die Arbeit fährt. Das ist unsere halbe Stunde Quality Time, die wir uns bewusst nehmen. Wir besprechen, was an dem Tag ansteht, was eingekauft werden muss, worauf man sich freut oder ob man etwas zu organisieren hat. Jeder richtet sein Frühstück (wir haben hier eine sehr gewissenhafte Routine), trinken gemeinsam den ersten Kaffee – ich am liebsten Linizio Lungo, mein Mann Ristretto – und genießen diese ruhige Zeit, bevor der Stress des Tages startet.

08:30 Uhr


Ich klappe den Laptop auf, scanne kurz über die Mails, ordne mich innerlich und überlege mir, was an dem Tag zu tun, zu shooten oder zu organisieren ist und packe meine Tasche für’s Büro entsprechend. Jetzt schreiben Vicky und ich spätestens das erste Mal am Tag miteinander und checken, wie unser Tag aussehen wird und was wir alles erledigen möchten/müssen. Diese kurze Morgenabstimmung erspart uns viel unnötiges hin und her und sorgt dafür, dass wir immer organisiert sind.

09:30 Uhr


Ich bin fertig geschminkt, habe die ersten Mails beantwortet, mir Zeit für Social Media genommen, eventuell ein paar Stories und ein Foto gepostet und bin bereit für den Tag. Idealerweise setze ich mich auf’s Rad oder die Vespa und genieße die Frühlingsluft, bevor ich im Office so richtig in den Alltag starte.

*in Zusammenarbeit mit Nespresso

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11 Kommentare

  1. 25. April 2018 / 16:53

    Schöner Beitrag! Ich komme auch immer mehr drauf, dass die Morgenroutine die Stimmung für den ganzen Tag bestimmt. Ich bin vor kurzem umgezogen und habe etwas Neues eingeführt: Das Handy bleibt im Wohnzimmer. Die Möglichkeit schon im Bett das Handy zu checken wird dadurch eliminiert 😉 Erst nachdem ich im Bad war und mir meinen ersten Schluck Kaffee gegönnt habe, wird aufs Telefon geschaut. So einfach, aber schenkt mir in der Früh mindestens 15 stressfreie Minuten!
    Alles Liebe, Anna

  2. Gabriella
    25. April 2018 / 16:54

    Ganz toller Blogpost, liebe Kathi! Wir müssen leider um 7 schon außer Haus (ich nicht immer, aber zumindest mein Mann) und es ist jeden Tag aufs Neue für mich ein Kampf vor 6 Uhr aufzustehen. Aber Übung macht den Meister, und nur so bekommen mein Mann und ich auch zumindest 20 Minuten gemeinsam in der Früh hin, bevor der (lange) Tag uns trennt.
    Würde auch gern mehr über dein Frühstück lesen. Hab das schon gespannt das ein oder andere Mal in den Stories mitverfolgt (ginger shots und smoothies – aber hallo!) 🙂

    • ketchembunnies
      Autor
      25. April 2018 / 18:14

      Boah 7 Uhr ist echt früh! Da würde ich wahrscheinlich schon um 21 Uhr im Bett liegen 🙂 Ich finde auch, so bissi gemeinsame Zeit am Morgen ist so wichtig! Cool, dass ihr das trotz der unchristlichen Uhrzeit so hinbekommt! Wenn das für euch interessant ist, kann ich gerne mal eine Frühstückswoche mitdokumentieren!

  3. Lara
    26. April 2018 / 9:07

    Liebe Kathi

    Schön, dass du auch solche Momente mit uns teilst. Ein grosser Vorteil der Selbständigkeit ist natürlich, dass man sich seine Zeit durch den Tag viel flexibler einteilen kann. Ausserdem arbeitet ihr am selben Ort wie ihr arbeitet, so fallen lange Arbeitswege weg, ergo mehr Zeit am Morgen. Das ist wahrscheinlich für 70% der Arbeitnehmer unmöglich, da Arbeitswege von 30-60 Minuten immer mehr zur Selbstverständlichkeit werden. Jedenfalls bei uns in der Schweiz ist das so. Aber trotzdem sollte sich jeder am Morgen mehr Zeit für sich nehmen, ohne Handy & Co. Meditation kann da auch sehr gut helfen, schon 5 Minuten jeden Morgen kann bewirken, dass man sich entspannter fühlt. Ganz ohne Kaffee geht es aber auch bei mir nicht, meine aktuelle Lieblingssorte von Nespresso ist der Pure Origin “Bukeela ka Ethiopia”.

  4. Sarah
    26. April 2018 / 9:28

    Hallo liebe Kathi,
    vielen Dank für den privaten Einblick in deine Morgenroutine! Ich würde mich sehr freuen,wenn du uns etwas mehr zum Thema “TRE” erzählst,denn solche alternativen (Entspannungs-)Methoden finde ich immer sehr spannend. Im Übrigen ist für mich eine Abendroutine genauso wichtig,um ruhig einschlafen zu können. Ich gehe seit etwa einem halben Jahr immer ca. 40min. spazieren,bevor ich mich hinlege. In dieser Zeit lasse ich meinen Tag Revue passieren und ordne gedanklich den kommenden…Seitdem liege ich nicht mehr gedankenkreisend im Bett…
    LG, Sarah

  5. Judith
    26. April 2018 / 15:00

    Wirklich schöner Beitrag. Mein Mann und ich haben auch vor einiger Zeit unsere Handys aus dem Schlafzimmer verbannt und ich muss wirklich sagen, dass das Wunder bewirkt hat! Ich schlafe viel besser und lese seit dem auch wieder viel mehr. Ich kann es nur emfpehlen!

  6. Felicitas
    26. April 2018 / 17:35

    Toller Post! Das morgendliche aufs Handy schauen ist wirklich eine doofe Angewohnheit die ich mir auch wieder abgewöhnen muss!!!!
    Andere Frage: woher ist denn die Bluse die du auf den Bildern trägst? die gefällt mir einfach zu gut!
    liebe Grüße

    • ketchembunnies
      Autor
      27. April 2018 / 8:56

      Die ist von Rails LA! 🙂

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