A Chemical Affair: Chemisches Peeling Review

Auf diesen Beitrag haben nach meinen Snaps letzte Woche schon viele gewartet. Ich habe so viele Fragen zu dem chemischen Peeling erhalten, das ich bei Kuzbari machen habe lassen – schon zum zweiten Mal seit diesem Winter. Ich will heute die wichtigsten Infos zusammen fassen und habe mir die Fragen notiert, die am häufigsten gestellt wurden. Gleich vorweg das Wichtigste: ich bin rundum zufrieden mit dem Ergebnis und werde es bestimmt nochmal vor dem Sommer machen – meine Haut wird von Mal zu Mal besser und ich liebe den Effekt, wenn die „neue Haut“ unter dem Peeling rauskommt – wie ein Weichzeichner im echten Leben. Übrigens, wenn ihr bei Kuzbari einen Termin vereinbaren wollt, fragt am besten gleich nach Sonja – sie ist diejenige, die alle Behandlungen bei mir macht. Disclaimer vorab: ich bin absolut keine Hautexpertin, habe keine Ausbildung in diesem Bereich und gebe hier nur wieder, was meine eigenen (!) Erfahrungen waren. Aber dann lasst uns gleich loslegen mit euren Fragen.

1. Wofür hast du das chemische Peeling gemacht?

Ich habe grundsätzlich schon sehr gute Haut, aber egal wie die Haut oberflächlich betrachtet wirkt, durch chemische Peelings wird sie noch besser. Die Säure entfernt nicht nur die oberflächlichen Schuppen, sondern dringt tief ein und wirkt gegen UV Schäden, Falten, Narben und regt die Collagenschicht an, die für die Feuchtigkeitsversorgung zuständig ist. Man kriegt sofort prallere, straffere Haut und von Peeling zu Peeling wird die Struktur der Haut verbessert. Man sieht bei mir vor allem am Kinn einen riesen Unterschied, das von den (durch die Laktoseintoleranz bedingten) vielen Entzündungen schon vernarbt war. Das Kinn ist so glatt wie lange nicht mehr und die Narben sind fast verschwunden.

2. Welcher Inhaltsstoff wird verwendet?

Sonja hat bei mir TCA angewendet. Folgende Definition findet sich dazu bei Kuzbari: „Die Trichloressigsäure (TCA) ist eine der häufigsten verwendeten Substanzen. Abhängig von der Konzentration kann man alle Tiefen des Peels erlangen. TCA reagiert mit Eiweißen und führt dadurch zu einer kontrollierten Zellerneuerung. Eingesetzt wird es bei Akne, Aknenarben, zur Hautverjüngung, bei feinen Falten, Pigmentunregelmäßigkeiten, übermäßigen Verhornungen sowie bei oberflächlichem weißem Hautkrebs (aktinischen Keratosen).“

3. Tut das chemische Peeling weh?

Ja. Ich will hier nicht lügen, aber es ist kein Spaß. „Wer schön sein will, muss leiden“ bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. Das Gute daran ist aber, dass Sonja eine Creme gefunden hat, die das Brennen sofort – innerhalb von ein paar Sekunden – lindert und die Säure nur noch in die Tiefe wirkt, man aber selber nichts mehr davon merkt. Es brennt also ziemlich stark während dem Auftragen, aber das dauert nur kurz und wenn man es das erste Mal hinter sich hat, weiß man auch womit man rechnen muss und es lässt sich leicht aushalten. Sonja hat mir gesagt, dass sie bei mir die Peelings mit Stufe 2-3 macht (ich weiß leider nicht, wie weit die Skala nach oben geht). Bei Frauen, die sie früher bei Peelings mit Stufe 6-8 (zum Beispiel bei sehr tiefen Falten oder starken Aknenarben) nur im Dämmerschlaf behandeln konnte, weil die Schmerzen sonst unerträglich gewesen wären, kann sie jetzt dank dieser Creme auch ganz leicht ohne Betäubung die Peelings machen.

5. Wie oft sollte man das chemische Peeling machen lassen?

Mir wurde empfohlen, es vor der Hochzeit mindestens 3 Mal zu machen, wenn ich einen echten Unterschied – und vor allem einen langfristigen Effekt – erzielen will.

6. Wie sieht die Pflege nach dem chemischen Peeling aus?

Man kann sich nicht ganz normal pflegen wie sonst auch immer, weil die Haut während der ersten paar Tage extrem austrocknet und die obersten Schichten somit keinen Schutz mehr bieten. Ich habe auch jedes Mal ein paar kleine Pickel bekommen an Stellen, wo es sonst eher unüblich ist. Die Tage nach dem Peeling habe ich mich mit einer ganz neutralen, fettreichen Creme von Avène gepflegt, schminken und abschminken kann man sich aber normal. Ab dem zweiten, dritten Tag wird dann mit einer neutralen Face Cream von SkinCeuticals gepflegt, Augenpflege kann die ganze Zeit normal verwendet werden – ich benutze den Eye Balm von SkinCeuticals. Zusätzlich ist es enorm wichtig, dass die Wochen nach dem Peeling ein sehr starker Sonnenschutz, sprich Faktor 50, verwendet wird. Ich nehme den sowieso jeden Tag – das SkinCeuticals Mineral Radiance Fluid gehört also ohnehin zur täglichen Routine, ist aber nach dem Peeling wirklich unerlässlich, wenn man UV Schäden vermeiden will.

7. Wie lange schält sich die Haut? Ist man gesellschaftsfähig?

Das ist bei jedem unterschiedlich und hängt auch total von der Tiefe des Peelings ab (ich glaube es gibt auch einen Unterschied zwischen Fruchtsäure und TCA Peelings). Meine Peelings waren beide Male an einem Mittwoch Abend und der Ablauf der Haut war beide Male fast identisch. Der Donnerstag ist noch ganz normal verlaufen, die Haut spannt aber schon extrem und bildet leichte Spannungsfalten, fast als ob man sich verbrannt hätte – mich erinnert es vom Aussehen her an eine ausgetrocknete Wüste. Ab Freitag Vormittag fängt die Haut dann an, sich abzuschälen, was teilweise furchtbar aussieht (habe mich das erste Mal echt ein bisschen erschrocken) und bis Sonntag, Montag dauert. Dann sollte es aber vorbei sein, es tut auch nichts an diesem Prozess weh und wenn man brav mit der Fettcreme schmiert, ist auch die Trockenheit kein Problem. Wichtig: nicht die Haut „abziehen“ und nicht kratzen, dann können Entzündungen entstehen, und das wollen wir auf jeden Fall vermeiden!

8. Wieviel kostet ein chemisches Peeling?

Je nach Tiefe und zu behandelnder Fläche kosten oberflächliche Peels zwischen 90 € und 400 €, mitteltiefe Peels ab 980 € und tiefe Peels können bis zu 5000 € kosten – hier sprechen wir dann aber von stationären Aufenthalten in der Klinik, also ich gehe davon aus, dass alles was wir Mädels machen lassen wollen, im Bereich der oberflächlichen Peelings liegt.

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