Being Engaged: What Has Changed?

Lustigerweise nicht so viel. Unsere Gesprächsthemen vielleicht. Die drehen sich jetzt beim Abendessen nämlich um Terminfindung, Location & Torten anstatt wie früher um ganz alltägliche Dinge. In unserer Beziehung hat sich auch relativ wenig verändert, und irgendwie wäre es ja auch schade, wenn es eine Verlobung bräuchte, um sich einen Status zu sichern. Bestimmt ist euch generell aufgefallen, dass ich bis jetzt online – bis auf einen einzigen Post auf Instagram – relativ ruhig zu diesem Thema geblieben bin.

Das hat mehrere Gründe. Zum ersten fühlt sich eine Verlobung, zumindest für mich, wahnsinnig intim und persönlich an und ich war nicht so richtig bereit, das mit der ganzen Welt zu teilen. Jetzt, nach ein paar Monaten in diesem Zustand und ein bisschen Eingewöhnungsphase, möchte ich aber auch hier ein paar der Schritte in Richtung Hochzeit erzählen, denn schließlich wird es ein großer Teil meines Lebens sein, den ich am Blog nicht ganz außen vorlassen möchte. Zweitens will ich – aber mir ist bewusst, dass das nur meine persönliche Meinung ist und ich möchte hier absolut niemandem auf den Schlips treten, denn gerade wenn es um das Thema Heiraten geht, ist nur das richtig, was jeder einzelne für sich entscheidet und als richtig empfindet – nicht so ein großes Trara um die Hochzeit machen. Bridezilla – das ist meine Horrorvorstellung. Nein, ich weiß noch nicht, welche Servietten wir nehmen werden. Ich habe noch keine Einladungen und auch kein Kleid. Ich weiß ja noch nicht mal, was es heute Abend zum Essen gibt, wie soll ich dann Dinge entscheiden, die erst in vielen Monaten stattfinden? Die Hochzeit wird sicher auch so wunderbar, ohne sie für ein Jahr lang zu meinem einzigen Lebensinhalt zu machen. Aber irgendwie kommt mir vor, die Außenwelt verlangt das von mir. Denn das ist es, was sich wirklich verändert hat: die Wahrnehmung meiner Umwelt auf mich. Plötzlich wird mir von allen Seiten gratuliert, als ob ich nicht mit demselben Mann schon seit 6 Jahren zusammen wäre. Mein Status ist nicht mehr „Kathi, der Mensch“ sondern „Kathi, die Verlobte“. Ich verstehe natürlich total, dass es ein Gesprächsthema ist und ich freue mich auch über die vielen Gratulationen, aber der Witz daran ist, dass ich mich selbst und meine Beziehung überhaupt nicht anders sehe. Für uns war schon lange klar, dass wir unser Leben zusammen verbringen wollen und das der nächste, logische Schritt für uns ist und wir freuen uns schon auf die gemeinsame Zeit als Ehepaar – aber die Hochzeit sehe ich nur als Step in die nächste Phase unseres Zusammenlebens und nicht als das Highlight meines Lebens, so wie viele es von mir erwarten. Was mir wichtig ist, ist dass wir alle – mein G. und ich und unsere Gäste – eine tolle Zeit haben, dass wir ausgelassen feiern, schön soll es sein und ein Abend, an den man sich für immer erinnert und den man möglichst entspannt verbringt – and I won’t let color-coordinated napkins get in the way of this. Beim Heiraten geht es nicht um das Event an sich, sondern darum dass zwei Menschen sich entscheiden, den Rest ihres Lebens miteinander zu verbringen – und mir kommt vor, dass das in der ganzen Planerei zwischen Torte, Einladungen und Blumendeko irgendwo auf der Strecke bleibt. Das will ich verhindern – und so fokussiere ich mich lieber auf das Zwischenmenschliche als auf das Oberflächliche und freue mich schon jetzt wie verrückt auf die tolle Feier und ganz viel Emotionen nächstes Jahr.

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16 Kommentare

  1. 19. Oktober 2016 / 18:20

    Liebste Kathi,
    du hast es auf den Punkt getroffen. Da wir ja fast zeitgleich von unseren Liebsten einen Antrag bekommen haben, weiß ich genau, wie es dir gerade geht und vorallem was außen rum passiert 🙂 Aber ich sehe das genauso wie du. Schöner und besser hätte ich es nicht ausdrücken können.
    Bei uns wird es nur noch ein bisschen länger dauern, weil wir den Moment gerade noch genießen wollen und somit den Druck, den wir uns vllt. selber machen würden beim Planen, noch etwas aus dem Weg zu gehen. 🙂
    Ich bin ganz schlecht was Planungs Entscheidungen anbelangt 🙂 Daher ist meine Devise erst noch bisschen genießen und Wirken lassen, bevor es für uns an die Planungen geht. 🙂

    Und nochmals von Herzen alles Gute euch zwei, auf ganz viele tolle WEITERE Jahre gemeinsam.

    Liebst, Sandra

  2. Sallida
    19. Oktober 2016 / 18:22

    Really cool post, I just got married and I did it just with my husband and my 2 witnesses. For me what was important was to share it with the 2 persons who understand who we are, and what we feel for each other. If something change between us, I don’t think so, we are still the same… of course it makes me really happy that we are an official family… it gives me somehow a different felling, but in our day by day life is all the same… we are really happy we got married and we got married in the way we wanted…

    Really cool post, thanks for sharing…

    http://lemontrend.com

  3. 19. Oktober 2016 / 19:09

    Das ist wirklich sehr individuell. Wir haben „zwei mal“ geheiratet, ein mal zu zweit in Las Vegas und 6 Monate später mit friends & family in einem Schloss in Österreich. Und das war cool so, zwei unterschiedliche Erlebnisse. Wobei in Vegas war es unerwartet intim, rührend und romantisch. Kann ich nur empfehlen.
    LG Bea von http://www.IamBeauty.at

  4. 19. Oktober 2016 / 20:17

    Super schön auf den Punkt gebracht Kathi und ich kann dir nur voll und ganz zustimmen. Als jemand der von Berufswegen auf so einigen Hochzeiten im Jahr vertreten ist, kann ich sagen dass kleinere und größere Dramen um Serviettenfarben, Gästebücher und wer hat beim Kuchen anschneiden die Hand oben, etc. … keine Seltenheit sind. 😉 Wie du sagst, am allerwichtigsten ist, dass ihr einen wunderschönen Tag mit euren Liebsten verbringt, ihn einfach nur genießt und nicht Monate im Voraus schon im kompletten Wedding Burn-Out landet. 🙂

    Alles Liebe
    Andrea

  5. 19. Oktober 2016 / 20:38

    Liebe Kathi,
    Ich sehe das genauso wie du und danke dir, dass du das auch so offen ansprichst. Natürlich freut sich jeder für dich, auch ich gratuliere dir herzlich, aber du hast total Recht: Im Grunde ist der Status „Verlobt“ ja keine Veränderung, es zählt allein der Grund für diesen „Status“ und das ist schlichtweg eure Liebe zueinander – und die hat bis jetzt bestanden und wird es nun (so nehm ich mal an^^) für immer sein! Ich freu mich! (:
    Super dass du das so bodenständig siehst, aber von dir war ja nix anderes zu erwarten 😀

    Alles Liebe,
    Amy

    http://www.missamyable.com

  6. 19. Oktober 2016 / 21:59

    Liebe Kathi,

    so wahre Worte & vor allem die Message finde ich toll. Es ist nicht wichtig was andere Leute bei einer Beziehung denken. Es ist wichtig, dass sich die Menschen in einer Beziehung wohlfühlen. Das gilt auch für Freundschaften usw. Ich finds schade, dass versuchen nicht sie selbst zu sein um jemanden zu beeindrucken. Also bleib so authentisch & witzig. Ich hoffe ihr habt eine tolle Feier & seid auch weiterhin so glücklich gemeinsam, wie ihr jetzt offensichtlich seid!
    Alles Liebe, Feli http://viewbykandf.blogspot.co.at/

  7. 19. Oktober 2016 / 23:21

    Ich kann dir nur zustimmen – Heiraten ist etwas wunderbares, aber das übertriebene Trara drumherum finde ich häufig sehr anstrengend und unnötig. Jeder wie er es mag und wenn jemand nun mal nicht alles farblich abstimmt, finde ich das völlig ok. Ich wünsche mir für meine Hochzeit (irgendwann einmal) eine kleine intime Feier, nur mit den engsten und liebsten Menschen, über den Rest mache ich mir dann auch erst Gedanken, wenn es soweit ist.

    Liebe Grüße
    Lynndgren Lynndström // http://www.LynndgrenLynndstroem.blogspot.de

  8. Theres
    20. Oktober 2016 / 8:50

    Liebe Kathi,
    wunderschöner und ehrlicher Beitrag!
    Jeder soll so feiern, sich verloben (oder nicht ;-), heiraten und Spaß haben wie er es für richtig haltet und vor allem wohlfühlt.
    Mein Freund und ich haben uns vor ca. zwei Monaten „entschieden“ zu heiraten und werden es am 1. November in New York tun 🙂
    Keiner (bis auf zwei Freunde) weiß Bescheid und finden genau das spannend und vor allem für uns richtig! Weil es eben untypisch ist und unseren Vorstellungen entspricht.

    Ich wünsche dir (euch) noch viele spannende Stunden und Tage beim Planen.
    Bleib so wie du bist <3

    LG Theres

  9. 20. Oktober 2016 / 10:17

    Ich glaub es wird richtig schön werden. Romantisch aber nicht kitschig, urig und traditionell aber auch modern und classy. So stell ich´s mir zumindest auf Grund deiner Erzählungen vor. Trotzdem wünschen wir dir noch viel Spaß bei deinen Planungen. xoxo D&L

  10. 20. Oktober 2016 / 10:53

    Sehr schöner Post und ich bin ganz deiner Meinung! Trotzdem zweifle ich nicht daran das eure Hochzeit ganz Insta-Like toll werden wird und ich freue mich schon auf jede Menge Hochzeitsspam falls er den noch kommt. 🙂

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at

  11. Julia
    21. Oktober 2016 / 9:53

    Toller Post, Kathi! Wie immer 😉 Ich denke eure Hochzeit wird richtig toll, nicht überdrüber aber wunderschön.

    Mein Freund hat mir im Frühling, nach 8 Jahren, einen Antrag gemacht. An unserer Beziehung hat sich auch nichts geändert ABER es fühlt sich doch anders an. Stärker & inniger <3 Ich mach mir mit der Planung auch keinen Stress und auf keinen Fall will ich Bridezilla werden.

    Ich wünsche euch beiden alles, alles Gute!

  12. andie
    21. Oktober 2016 / 14:03

    Liebe Kathi, ich glaube du hast da eine sehr gute Einstellung! Ich war schon auf „Bridezilla“Hochzeiten wo jede Minute durchgeplant war, was als Gast irgendwie etwas umentspannt wirkt. Andere Freundinnen sind in der Zeit vor der Hochzeit jeden Tag um 4 aufgestanden weil gebastelt werden musste….?!?!
    Ich selbst habe vor drei Jahren geheiratet und kann dir sagen es funktioniert auch ohne Stress sehr gut…auch mit 100 Gästen! Hatte damals einen neuen Job angefangen, das war Stress genug:) Bei mir ging es schon beim Kleid los, alle meine Freunde haben da sehr viel „erwartet“, ich arbeite in der Fashionbranche und dementsprechend „crazy“müsste ich also sein wenn es um mein Kleid geht. Zum entsetzten aller, ich habe kein Vermögen für mein Kleid ausgegeben und was noch viel schlimmer ist…ich habe es im Internet bestellt. Bei Pinterest entdeckt, verliebt, bestellt…ganz einfach…ich mag das Kleid immer noch sehr! Die organisatorischen Dinge haben wir mit to-do listen erledigt (Location, Essen, Blumen…) und was die Deko der Tische anbelangt war alles eher schlicht…(kein Basteln) hatte weiße Hortensien als Blumen, und wollte keine zu vollen Tische haben. Also wirklich alles easy…! Ich wollte keine Show off Hochzeit sondern eine schöne Feier mit Familie und Freunden…und die hatten wir auch:) Also bleib so gelassen wie du bist, dann kann gar nichts schief gehen…eine Hochzeit planen soll ja auch Spaß machen!Also viel Spaß und alles Liebe, xx andie

  13. enjoy.the.silence
    21. Oktober 2016 / 22:28

    100% einer Meinung!- was uns alle fuer gute Tipps gegeben haben, -alles dann nur noch muehsam!- deshalb haben wir uns entschieden ganz alleine zu heiraten ich hab ja auch allein meinen Antrag bekommen, war das Beste was wir je gemacht haben….,- und danach eine nette Feier!- Ende mit dem Hochzeitstheater, viele sind nur noch so gestresst das sie dann den Tag gar nicht mehr richtig geniessen koennen…

  14. Raphaela
    25. Oktober 2016 / 11:50

    Liebe Kathi,

    ich finde deine Ansicht zum Thema Heiraten und den ‚Stress davor‘ sehr schön und sie ähnelt auch sehr meiner eigenen Ansicht (obwohl ich noch nicht in der Situation bin, aber man macht sich natürlich auch so seine Gedanken 😉 )
    Das Thema Heiraten spaltet ja wirklich die Geister kommt mir oft vor. Ich kenne einige, die aus diesem Tag ein (schönes) wahnsinniges Tam-Tam gemacht haben und sich total gestresst haben. Mir tut das dann (als Gast) irrsinnig leid, wenn ich sehe dass die Braut so angestrengt an der to-do-Liste, selbst während dem eigentlichen Event, hängt, dass sie nicht zum genießen kommt.
    Es soll natürlich jeder so machen, wie er und sie es für richtig halten. Für mich ist es aber das Wichtigste dass das Brautpaar den Tag wirklich genießen kann, egal ob zu zweit, im kleinen Kreis oder mit mehreren hundert Gästen. Es wird natürlich ein überwältigender Tag und „abschalten“ in dem Sinne kann man auch sicher nicht. Aber es ist eben ein einmaliges Erlebnis auf das man zurückblickt und ich persönlich möchte da nicht auf 365 Tage angestrengte Planung, Koordinierung und Perfektionswahn zurückblicken 😉
    Also – lassts euch von niemanden dreinreden (jaja, leichter gesagt als getan aber so ist es ja immer bei größeren Entscheidungen bzw. Feierlichkeiten) und gestatltet alles so wie ihr es wollt.

    Liebe Grüße,
    Raphaela

  15. 10. März 2017 / 14:02

    Schön geschrieben. Ich kann mir vorstellen, dass es einem mit der Zeit wirklich auf die Nerven gehen kann, wenn man nur noch damit in Verbindung gebracht wird. Ich bin auch der Meinung, dass man nicht alles ins kleinste Detail planen sollte, denn dann wird man glaube ich ziemlich versteift darauf und wenn dann nur eine Kleinigkeit nicht so funktioniert wie man sie haben will, ist das Chaos perfekt. Ich bin mir sicher, dass ihr eine schöne Feier haben werdet und wünsche euch alles Liebe und lasst euch nicht stressen <3 Lg Jennifer
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    http://www.beatricella.wordpress.com

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